FORUM Männer im Badeanzug
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Materialien und Verarbeitung

Ich achte sehr auf die Verarbeitung. Die Nähte müssen eine hohe Qualität aufweisen und so genäht sein, dass sie sich ohne Probleme dehnen. Es dürfen keine Fäden herausschauen. Die Reisverschlüsse (sofern der Anzug einen hat) müssen leicht gängig sein und doch nicht aufgehen. Einige Anzüge sichern den Reissverschluss mit einer Lasche, Klettverschluss oder einem Wiederhacken.

 

Viele der ersten Badeanzüge im letzten und vorletzten Jarhundert waren aus feiner, dehnbar gestrickter Wolle gefertigt. Je nach Preiskategorie war die Wolle so behandelt, dass der Anzug nicht aus der Form gekommen ist wenn er nass wurde. Beschrieben ist, dass ein Badeanzug mit Schürze in nassem Zustand bis zu 5Kg gewogen haben muss.

 

Es wurden auch Badeanzüge in den 50er und 60er Jahren gefertigt. Aus was für einer Materialzusammensetzung diese waren ist mir noch nicht bekannt.

 

In den 90er Jahren und bis Heute werden die meisten Badeanzüge aus 80% Polyester und 20% Elastane (oder Lycra) gefertigt. Durch diese Kombination der Materialien wird eine gute Chlorbeständigkeit und auch eine gute Haltbarkeit erreicht.

Bei den meisten Badeanzügen werden Fasern aus 80% Polyester und 20% Elastan eingesetzt. Diese Faser ist elastisch und doch sehr robust. Ein nur aus Elastan hergestellter Badeanzug würde bald duchscheuern und hätte nur ein kurzes Leben.

Elastan wird auch unter dem Namen Lycra gehandelt. Microfasern wurden erst bei einigen Wettkampfanzügen an Stellen bei denen eine besonders hohe Wechselwirkung der Feuchtigkeit benötigt wird durchgesetzt. Bei diesen Anzügen wird der Stoff auch zusätzlich und nachträglich beschichtet oder mit Wärme in einer Art behandelt, dass der Stoff partiel und oberflächlich anschmilzt.

 

Je nach Webart des Gewebes ist es in einer Richtung dehnbarer als in der anderen. Ein Badeanzug wird dann so aus dem Stoff geschnitten, dass die weniger dehnbare Richtung in der Vertikalen verarbeitet wird. Ein Badeanzug sollte also in der Hals-Schritt-Länge nie zu klein sein, dem Körperumfang passt er sich besser an.

 

Bei professionelleren Badeanzügen kommen auch andere Mischungen zum Einsatz. Diese Badeanzüge sind sehr oft nicht sehr dehnbar, dies muss bei der Auswahl berüksichtigt werden und je nach Modell muss man dieses grösser wählen.

 

Bei hochgeschlössenen Badeanzügen werden hinten oder vorne Reissverschlüsse eingesetzt. Meist sind diese von hoher Qualität und sind gegen den Körper mit Stoff hinterlegt. Am besten sind die Reisverschlüsse bei welchen der Schieber zurückklappt und die dann einen Wiederhacken haben und nicht mehr verrutschen. Ein Badeanzug ist mir bekannt welcher einen mit einer polyuretan Lippe geschützten Reisverschluss hat. dieser ist sehr fein, lässt sich aber fast nicht alleine schliessen oder öffnen. Bei einigen Badeanzügen werden die Schieber des Reissverschlusses am oberen Ende mit einer Lasche und Klettverschluss gesichert. Dies ist eine gute Lösung und hat sich in der Praxis bestens bewährt.